Aktion "time-out"

Ausstellung

Wir wollten wissen: Wie geht es Jugendlichen in dieser besonderen Zeit, die durch Corona gerade herrscht?

Was vermisst ihr besonders in dieser Zeit? Was schätzt ihr am Meisten wert? Was gibt mir Kraft und was ist mir wichtig?

Wir forderten auf zu einem "Corona time-out". Einfach mal kreativ sein und die Gedanken fließen lassen.

Vielen Dank an alle die mitgemacht haben. Das Ergebnis lässt sich sehen!

 

 

 

Die Austellungswand

"time-out" 1

Carla Wiest, 18, Rot an der Rot

Hallo liebes Juref-Team.

Mich beschäftigt unsere kleine Katze während der Coronazeit... Sie ist ein kleines süßes, spritziges Kätzchen das unseren Haushalt und auch mich und meine Familie auf Trapp hält... Die Katzenmutter hat das gut durchgestanden, da wir bereits mehrfach Katzen-Nachwuchs haben wir schon manchmal andere kleine Kätzchen adoptiert... dieses Mal auch, da aber das Kätzchen eine Woche älter war, hat es unserem Kätzchen die Milch weg getrunken... und unser Kätzchen wäre fast eingegangen... wir haben dann das andere Kätzchen wieder zurückgegeben. Ich habe dann der kleinen Baghira geholfen wieder trinken anzufangen... wir haben sie dann auch gewogen und dann hat sie auch an Gewicht wieder zugenommen. Und jetzt springt Baghira putzmunter in unserem Haus umher und keine Jacken, Schuhe, Beine und Vorhänge sind vor der Kleinen sicher.

"time-out" 2

Bene, 32, Biberach

Es ist eine komische Zeit. Malen war nie mein Ding – ich kann es auch nicht wirklich. Aber Corona hat alles irgendwie verändert. An vielen Abenden sitze ich am Wohnzimmertisch und male. Der Einfachheit halber habe ich mich für „Malen nach Zahlen“ entschieden. Wobei entschieden eigentlich falsch ist. Eine Freundin hat damit angefangen und ich wollte mein Bild hässlicher malen als sie ihrs. Der Plan hat nicht ganz funktioniert. Das Malen ist super entspannend, sodass das hier schon Bild Nr. 2 ist.

"time-out" 3

Amira Hermle, 19, Altshausen

"Ich musste wegen Corona meinen Weltkirchlichen Friedensdienst (--> www.wfd.bdkj.info) in Tansania abbrechen und nach Deutschland zurückkehren. War ein ziemlicher Schock, mit dem ich erst mal klar kommen musste. Auch musste ich mir einen neuen Plan für die nächsten 6 Monate überlegen. Klar war es schön, meine Familie endlich wieder zu sehen und so, aber ich vermisste (und vermisse) meine Einsatzstelle, meinen Alltag und die Menschen dort sehr und hätte gerne noch die weitere Zeit dort gelebt.

Konkret hatte ich dann zuhause viel Zeit, z.B. um spontan ein Corona-Ersatz-Firmprojekt anzubieten, bei dem jeder in Heimarbeit ein paar kleine Osterkerzen gestaltet hat, die dann zu älteren, einsamen, Menschen als Hoffnungs-Osterlicht gebracht wurden.

"time-out" 4

Julia Jehle, 19, Baustetten

Die Tochter meiner Nachbarin (4 Jahre alt) spielt mit mir momentan nur über die Mauer und nur mit genügend Abstand, dies gestaltet sich auf Dauer als schwierig und langweilig. Ihr Kindergarten hat die Aktion "Steinstraße" gestatten. Sie fragte mich dann ob wir auch eine Steinstraße von ihr zu mir machen können und ich als Erzieherin war sofort dabei und animierte noch meine andere Nachbarin. So bemalen wir gerade alle Steine um die Steinstraße Tag für Tag wachsen zu lassen. Es ist einen sehr schöne Abwechslung zum Home schooling.

"time-out" 5

Björn Held

"time-out" 6

Selina Maucher, 15, Winterstettendorf

"time-out" 7

Sophia Ziesel, Ochsenhausen

Corona - Plötzlich Shut down

Gesten ging man noch ganz normal zum Arbeiten und Heute geschlossen wegen COVID- 19 Vorsichtsmaßnahme gegen die Ausbreitung von Corona bis... ja bis wann dies konnte dir zu diesem Zeitpunkt keiner sagen. Große Produktionsbetriebe sowie Einzelhandel machten ihre Türen zu. Kein Verkauf mehr eingeschränkte Produktion. Viele ließen sich kreative Ideen einfallen, wie sie noch ein wenig Umsatz machen können. Ideen die vorher nie zur Geltung gekommen sind. Online Shop, verkauf übers Telefon und Kontaktlos abholen, Essen to go, Drive in... In den fast fünf Wochen vom 18.03.2020 – 20.04.2020 herrschte Ruhe. Einkaufsstraße wo sich an Samstagen Menschen wimmelten leer kaum einer war unterwegs, dafür auf den Radwegen und Wäldern umso mehr. Man hatte wieder Zeit für seine Familie gemeinsam einen Spaziergang machen, etwas Spielen gemeinsam Zeitverbringen. Es war trotz den Umständen eigentlich eine schöne Zeit ohne Hektik und Freizeitstress. Doch der 20. April war doch eine Erleichterung endlich durfte der Einzelhandel bis 800 m² wieder öffnen, Firmen fingen wieder an zu arbeiten. Es kehrte wieder etwas Routine in den Alltag zwar mit Maske und viel Händewaschen, aber es lief wieder etwas.

Komisch war die Zeit um Ostern, wo man normalerweise ein Wochenende beim ministrieren verbringt, diese Jahr saß man zuhause und sah der Osternacht per Livestream zu. Auch der St. Georgs-Ritt am ersten Maiwochenende war anders als sonst. Statt vielen Reitergruppen ritt Dekan Schänzle mit Begleitung allein durch die Straßen und Flure.

"time-out" 8

Simon Blersch, Aßmannshardt

Corona hat sehr viel im eigenen Leben aber auch im Beruf sehr viel verändert. Man musste sehr spontan reagieren, noch spontaner als sonst vielleicht. Ich arbeite als Erzieher im Kindergarten und war in der Notbetreuung tätig. Es war zum Teil sehr schön – vor allem auch Corona in der Kind-Perspektive zu sehen. Zum Teil waren auch alle traurig, dass nicht alle Kinder da sind. Es herrschte aber auch Unverständnis. Für mich war es schön, Zeit für sich zu haben und Zeit für die Freundin sowie für die Familie zu haben. Obwohl es auch schön ist, Termine zu haben :)